Die Satzung des SC Opel Rüsselsheim

Präambel
Der Sportclub SC Opel 1906 Rüsselsheim tritt im Sinne der Menschenrechte für Gleichberechtigung und Toleranz ein, insbesondere was Herkunft, Kultur, Religion und Weltanschauung anbelangt. Der Verein verhält sich parteipolitisch neutral.

Anmerkung
Zur besseren Lesbarkeit der Satzung wird für Personenbezeichnungen die männliche Form verwendet.

§1 Name, Sitz und Gerichtsstand des Vereins

Der im Jahr 1906 gegründete Verein führt den Namen Sportclub Opel 06 e.V. Rüsselsheim (SC Opel 06 Rüsselsheim)

Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Darmstadt, Registerabteilung, eingetragen und hat seinen Sitz in Rüsselsheim.
Der Gerichtsstand des Vereins ist Rüsselsheim.

§ 2 Zweck und Aufgaben

Der SC Opel 06 Rüsselsheim verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt wirtschaftliche Ziele nur als Nebenzweck.
Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile.
Kein Mitglied und keine Person darf durch zweckfremde und unangemessene Vergütung begünstigt werden.
Der SC Opel 06 Rüsselsheim setzt sich für eine sinnvolle Freizeitgestaltung und die Förderung der Gesundheit ein. Der Verein erfüllt pädagogische und soziale Aufgaben im sportlichen Bereich. Zweck und Aufgabe des Vereins ist es, seinen Mitgliedern die Ausübung des Sports zu ermöglichen und dabei die Kameradschaft und Freundschaft zu fördern. Der Jugend soll dabei besondere Beachtung geschenkt werden. Die Verbundenheit der Mitglieder zum Verein soll auch über ihre sportlich aktive Zeit hinaus gewahrt bleiben.

§ 3 Mitgliedschaft, Erwerb, Ende, Rechte und Pflichten

Jeder kann Mitglied werden, sofern er die Satzung anerkennt.
Der Verein führt
- Ordentliche Mitglieder
- Ehrenmitglieder

1. Erwerb der Mitgliedschaft
Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden.
Die Aufnahme in den Verein als ordentliches Mitglied erfolgt nur schriftlich unter Verwendung des offiziellen SC Opel 06 Aufnahmeantrags. Bei Minderjährigen Antragstellern muss der Aufnahmeantrag von einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Über die Aufnahme entscheidet der geschäftsführende Vorstand endgültig.
Mit dem Einzug des ersten Beitrags wird die Mitgliedschaft wirksam.
Für jede Anmeldung ist eine Aufnahmegebühr zu entrichten, die mit dem ersten Beitrag erhoben wird.
Bei einer Ablehnung des Antrags verpflichtet sich der geschäftsführende Vorstand zu einer schriftlichen Begründung

Näheres regeln die Mitgliedsordnung, Ehrenordnung, Beitragsordnung, die der geschäftsführende Vorstand beschließt.
Die vom GV beschlossenen Ordnungen und sind nicht Teil der Satzung.

2. Die Mitgliedschaft endet
- durch Austritt
- durch Ausschluss
- durch Tod
- durch Auflösung des Vereins

2.1. Ausschluss
Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt.
Näheres regelt die Mitgliedsordnung.

3. Rechte der Mitglieder
Die Mitglieder sind berechtigt, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, Anträge zu stellen und an Abstimmungen und Wahlen mitzuwirken. Soweit Mitglieder das18. Lebensjahr vollendet haben, sind sie auch wählbar. Mitglieder, die in der Mitgliederversammlung nicht anwesend sind, können gewählt werden, wenn sie vorher schriftlich ihre Kandidatur erklärt haben.
Näheres regelt die Mitgliedsordnung.

4. Pflichten der Mitglieder
Die Mitglieder haben:
- durch ihr Engagement die Aktivitäten des Vereins zu unterstützen
- den Verein in seinen sportlichen Bestrebungen zu unterstützen
- die Beiträge pünktlich zu zahlen
- das Vereinseigentum schonend und pfleglich zu behandeln.

§ 4 Beiträge und Strafen

1. Beiträge
Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren können nur in einer Mitgliederversammlung festgelegt werden.
Im Einzelfall kann aus wichtigen Gründen einem Mitglied durch Beschluss
des geschäftsführenden Vorstands vorübergehend der Beitrag erlassen,
ermäßigt oder gestundet werden.

2. Strafen
Zur Ahndung von Verstößen gegen diese Satzung sowie Verletzungen von Vereinsinteressen und Vergehen im außersportlichen und sportlichen Betrieb, können vom geschäftsführenden Vorstand Strafen ausgesprochen werden.

§ 5 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist oberstes Vereinsorgan. Sie entscheidet in
satzungsrechtlichen Angelegenheiten endgültig. Sie ist unabhängig von der Anzahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig, wenn entsprechend der Satzung eingeladen wurde.

1. Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlung
Zur ordentlichen Mitgliederversammlung muss durch den geschäftsführenden Vorstand jährlich eingeladen werden.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen müssen durch den geschäftsführenden Vorstand einberufen werden, wenn es im Interesse des Vereins liegt oder, ein schriftlich begründeter Antrag von mindestens 10 Prozent der Mitglieder gestellt wird.

Die Einladung hat unter Bekanntgabe der Tagesordnung mindestens 2 Wochen vorher zu erfolgen durch Veröffentlichung in der Rüsselsheimer Tageszeitung “Main-Spitze”. Satzungsänderungen bedürfen der Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung.

2. Anträge
Anträge sind grundsätzlich schriftlich und spätestens 1 Woche vor Beginn der Versammlung an den Vereinsvorsitzenden zu stellen. In besonderen Fällen können Anträge wegen Dringlichkeit auch während der Versammlung gestellt und zur Abstimmung gebracht werden, wenn die Dringlichkeit nach Abstimmung durch die Versammlung bejaht wird.

3. Stimmberechtigung
In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende stimmberechtigte Mitglied (gemäß Mitgliedsordnung) eine Stimme, die nicht übertragen werden kann. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Satzungsänderungen bedarf es einer Mehrheit der erschienen stimmberechtigten Mitglieder. Wahlen erfolgen durch Handaufheben. Schriftliche Wahlen, die geheim zu erfolgen haben, müssen vorgenommen werden, wenn mindestens eines der anwesenden Mitglieder dies verlangt.
Vor jeder Wahl ist, sofern mindestens ein Mitglied das wünscht, ein
Wahlausschuss aus mind. zwei Mitgliedern zu bestellen, der das Wahlergebnis zu ermitteln hat.

4. Protokoll
Bei allen Versammlungen ist ein Protokoll zu führen, welches vom Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. Der Protokollführer ist zu Beginn der Mitgliederversammlung von dieser durch Abstimmung zu benennen.

§ 6 Vorstand und Geschäftsführung

1. Der Vorstand vertritt die Gesamtinteressen des Vereins und besteht aus:
Geschäftsführender Vorstand (GV)
Er setzt sich zusammen aus
- dem 1. Vorsitzenden,
- dem 2. Vorsitzenden,
- dem 3. Vorsitzenden,
- dem Geschäftsführer,
- dem Kassierer.

Erweiterter Vorstand
Er setzt sich zusammen aus
- dem GV,
- dem 2. Geschäftsführer
- dem 2. Kassierer,
- dem Sportwart,
- den Abteilungsleitern,
- den Vorsitzenden einzelner Ausschüsse,
- bis zu 4 Beisitzern.

2. Wahl des Vorstandes
Der geschäftsführende und der erweiterte Vorstand werden von der Mitgliederversammlung jeweils für ein Jahr gewählt.
Eine Wiederwahl ist zulässig.

Abwesende Mitglieder können nur in den Vorstand gewählt werden, wenn sie vorher schriftlich erklärt haben, dass sie einer etwaigen Wahl oder Wiederwahl zustimmen. Eine Vertretung der Vorstandsmitgliedschaft ist nicht zulässig.

Vereinsämter sind grundsätzlich ehrenamtlich auszuüben.

3. Geschäftsführung
3.1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
3.2. Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der geschäftsführende Vorstand.
Zwei der Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, unter denen einer der Vorsitzenden sein muss, vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
3.3. Der geschäftsführende Vorstand führt die Geschäfte im Rahmen der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, dieser Satzung und der Geschäfts und Finanzordnung des Vereins.
3.3.a. Aufgaben des Vorstandes
Der Vorstand hat die laufenden Geschäfte zu führen und insbesondere folgende Aufgaben: Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern Erlass von Ordnungen die nicht Bestandteil dieser Satzung sind.

Bei einer Verschuldung und bei Einzelausgaben, die jeweils mehr als 5000 Euro betragen, muss der Ältestenrat informiert werden.

3.4. Grundsätzlich werden die Ämter im Verein ehrenamtlich ausgeübt.
Im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten kann einem Mitglied oder einem Beauftragten eine Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG (Ehrenamtspauschale) oder auf der Grundlage eines Vertrags vergütet werden. Mitgliedern und Beauftragten können nach § 670 BGB im Rahmen der Vereinsarbeit erbrachte Aufwendungen gegen ordnungsgemäße Belege erstattet werden. Der geschäftsführende Vorstand kann gemäß § 670 BGB die Grenzen des Aufwandes festsetzen.

3.5. Der geschäftsführende Vorstand tritt nach Bedarf zusammen und ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.
Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden.

3.6. Alle Beschlüsse sind nach Möglichkeit in Sitzungen herbei zuführen. Ausnahmsweise kann ein Beschluss auch schriftlich durch Rundfrage(Mail) bei allen Vorstandsmitgliedern unter Angabe des
Beschlussgegenstandes herbeigeführt werden. Die Beschlussfassung im Mailverfahren bedarf der Zustimmung aller Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes.

3.7. Bleibt ein Vorstandsmitglied in drei aufeinander folgenden Sitzungen ohne hinreichende Entschuldigung fern so können ihn die anderen Mitglieder des Vorstandes aus diesem ausschließen. Handelt es sich um ein Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, so hat innerhalb von zwei Monaten eine Ersatzwahl zu erfolgen, wenn die Zahl der Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands unter drei sinkt.

3.8. Über jede Sitzung muss ein Protokoll geführt werden.
Dieses Protokoll ist in der nächstfolgenden Sitzung zu genehmigen.
Die Sitzungen des Vorstands sind vertraulich.

§ 7 Der Ältestenrat

In der Mitgliederversammlung ist ein Ältestenrat (Ehrenrat) zu wählen. Dieser
Ältestenrat besteht aus mindestens drei, höchstens fünf Mitgliedern, die aus
ihrer Mitte einen Sprecher wählen.

1. Mitglieder des Ältestenrats können nur sein:
- Ordentliche Mitglieder, die das 40. Lebensjahr überschritten haben und mindestens drei Jahre Mitglied im Verein sind.
- Ehrenvorstandsmitglieder und Ehrenmitglieder.

2. Der Ältestenrat ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei von drei
bzw. drei von bis zu fünf Mitgliedern anwesend sind. Über die Sitzung
ist ein Protokoll zu führen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die
Stimme des Sprechers.

3. Dem Ältestenrat obliegt:
- Die Pflege guter Beziehungen der Vereinsmitglieder untereinander, des gleichen zum Vorstand und allen Abteilungen und Ausschüssen. Insbesondere sollen persönliche Angelegenheiten und Differenzenim Vereinsinteresse geschlichtet werden.
- Die Beratung des Vorstands in wichtige Vereinsangelegenheiten.
- Die Zustimmung bei einer Verschuldung oder Einzelausgabe von jeweils mehr als 5000 Euro.

4. Der Ältestenrat ist bei drohendem Ausschluss eines Mitglieds zu hören.

5. Mitglieder des Vorstandes können nicht Mitglied des Ältestenrats sein.

§ 8 Kassenprüfer

In der Mitgliederversammlung sind zwei Kassenprüfer auf ein Jahr zu wählen, die nicht
Vorstandsmitglieder sein dürfen. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Den Kassenprüfern obliegt die laufende Überprüfung der Kassen und Buchführungen
sowie des Prüfens des Jahresabschlusses.
Zwischenprüfungen können ohne Vorankündigungen durchgeführt werden.
Die Amtszeit der Kassenprüfer endet mit der des Vorstands.

§ 9 Abteilungen

Der Verein gliedert sich in Abteilungen, die sich als organisatorische Einheit von anderen abgrenzen lassen.
Gegenwärtig gliedert sich der Verein in folgende Abteilungen aus dem Bereich Fußball:
Männer, Frauen, Jugend, Alte Herren und Schiedsrichter

§ 10 Ehrungen

Der Verein gibt sich eine Ehrenordnung.
Die vom GV beschlossene Ehrenordnung ist nicht Teil dieser Satzung.

§ 11 Auflösung und Änderung des Vereinszweckes

Die Änderung des Vereinszweckes ist nur möglich, wenn ein Drittel der Mitglieder des Vereins dies beantragt und die Mitgliederversammlung diese mit der erschienenen Mitglieder beschließt.
Die Auflösung des Vereins ist nur möglich wenn ein Drittel der Mitglieder des Vereins dies beantragt und die Mitgliederversammlung diese mit ? der erschienenen Mitglieder beschließt, oder die Zahl der Vereinsmitglieder unter zehn sinkt.

Im Falle der Auflösung des Vereins oder einer Änderung des Vereinszwecks fällt das Vermögen an die Stadt Rüsselsheim, die es unmittelbar und ausschließlich nur zur Förderung des Sports gemeinnützig zu verwenden hat.