Vorbild des SC Opel

3.4.2009: 2009 fiel die Wahl auf eine Person, die letztlich nach kurzer Diskussion einmütig vom erweiterten Vorstand zum ?Vorbild des SC Opel 2009? gekürt wurde: Domingos Pinheiro, bekannt auch als Dominik. Auszüge aus der Rede bei der Verleihung

Bevor ich Dir, lieber Dominik, den liebevoll gestalteten Pokal überreiche, möchte ich an dieser Stelle noch ein bisschen etwas über Dich und zu Deiner Person sagen.

Dass Du die Auszeichnung verdient hast, steht ohne Zweifel, dass wissen schon die Kinder. ?Der Dominik, der ist echt Klasse?, hat zum Beispiel mein Sohn Jascha gesagt, obwohl es schon vier Jahre her ist, dass Du auch ihn trainiert hast. Insgesamt sind es eine ganze Menge junger Menschen, ich schätze mal locker um die 200, die Du beim SC Opel begleitet hast. Da Du ein Statistik-Freak bist, könntest du heute noch genau sagen, wer an welchem Tag bei Dir trainiert und gespielt hat.

Fakt ist: 1994 bist Du über Reinhard Otte zur Jugendarbeit gekommen, hast seitdem jedes Jahr mindestens ein Team betreut, ich sage mindestens ein Team, denn manchmal waren es auch gleich zwei Jahrgänge, für die Du Trainer und Betreuer warst, und aktuell sind es sogar drei: die F-Jugend, die B-Jugend und seit der Winterpause auch als Interimstrainer unseres ersten Damenteam.

Gerade an dem Beispiel Damen zeigt sich, warum Dominik das ?Vorbild des SC Opel? ist: Wenn Not am Mann ist, dann ist er da, ohne groß zu reden, springt er ein, übernimmt Aufgaben, so auch bei den Damen, als Thorsten Kümpel aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr als Trainer zur Verfügung stand.

Helfen, wo Unterstützung gebraucht wird, das hast Du auch außerhalb des Sportplatzes gezeigt und bei mancher Baumaßnahme mit Hand angelegt ? dass Du gelernter Elektriker bist, kam da oft gerade recht.

Vorbild des SC Opel bist Du aber auch deshalb, lieber Dominik, weil Du Dich über 15 Jahren mit Kontinuität über viele, viele Stunden und Tage mit Herzblut vor allem für die Jugend engagierst, Du hast einen Super-Draht zu den Kindern, ihnen bringst Du das Fußballspielen bei, ihnen lebst Du vor, was es bedeutet, in einer Gemeinschaft, in einem Verein wie dem SC Opel, heimisch zu werden. Die Bindung der Kinder und Jugendliche an den Verein, das war dir wichtig ? und ist es uns auch.

Du Dominik hast selbst erfahren, was es heißt: Heimat zu verlassen, Heimat zu finden. Geboren bist Du in Goa, in Indien. Als Du fünf warst, ist Deine Familie nach Lisabon ausgewandert, deine Eltern zogen weiter nach Deutschland, Du und Dein Bruder blieben in Portugal, waren fünf Jahre in einem Kinderheim untergebracht ? und da, so hast Du es mir erzählt, hast Du erfahren, wie wichtig es ist, wenn Kinder auch von anderen Menschen als der eigenen Familie unterstützt und betreut werden.

Dies ein wenig weiter zu geben, siehst Du als Dein Ziel an. Und ich kann Dir sagen, Dominik, dass Du es in wunderbarer Weise verwirklichst. Die Eigenschaften, die ich mit Dir verbinde: Du bist bescheiden, herzlich, gelassen, selbstkritisch, großzügig und tolerant – stets das Positive und das Gute im Menschen sehend ? all das und dein über eineinhalb Jahrzehnte anhaltendes Engagement machen Dich für uns zum Vorbild des SC Opel 2009. Herzlichen Glückwunsch