Jugendraum Reinhard Otte

In Anerkennung seiner Verdienste hat der SC Opel den Jugend- und Versammlungsraum an seinem Standort an der Georg-Jung-Straße 61, wo der Verein bis Anfang 2015 residierte, nach seinem Ehrenvorsitzenden Reinhard Otte benannt. Die Übergabe erfolgte am 3. April 2009.

Reinhard Otte war zwar nur zwei Jahre Vorsitzender (1977 bis 1979), dafür aber von 1968 bis 2008 ohne Unterbrechung in verschiedenen Vorstandsämtern des SCO aktiv gewesen, darunter zweimal in wirtschaftlichen Krisenzeiten als kaum einer diesen Job machen wollte. Seit 1996 ist er Ehrenvorsitzender.
Aus seiner Vita
1964 Eintritt in den SC Opel 06 e.V. Rüsselsheim und zum stellvertretenden Jugendwart gewählt worden. Am Ende der Ära Hofmann/Blöcher in Jahr 1968 im neuen Vorstand als Schriftführer gewählt.

1971 hatte der Verein beim stellvertretenden Vorsitzenden Hans. Rodenheber ca. 500000,- DM Schulden, da er eigenmächtig teure Spieler gekauft hatte. Er trat 1971 zurück und forderte vom Verein diese Summe. Der Vorsitzende Ludwig Schneider, zuständig bei der Stadt für die Finanzen, und Reinhard Otte haben die Konsolidierungsverhandlungen für den Verein. durchgeführt. Ihnen gelang es, die Forderungen von Rodenheber um die Hälfte zu verringern. Durch die Unterstützung der Stadt durch ein langfristiges Darlehn zu günstigen Zinsen, die Firma Opel und den Banken konnten sie den Schuldenstand auf ca.102 000,- DM reduzieren.

1973 übernahm Dr. A. Heyne übernahm den Vorsitz. Otte blieb Schriftführer. Als Heyne hatte wegen der Schulden ohne Vorstandsbeschluss die Liquidierung beim Amtsgericht anmeldete und somit gegen die Satzung verstieß, hat Otte mit Vorstandszustimmung den Liquidierungsantrag zurückgezogen. 1974 wurde Ludwig Appel neuer Vorsitzender, Otte sein Vertreter.

!977 wurde Reinhard Otte zum Vorsitzenden gewählt. 1979 übernahm Hartmut Rausch den Vorsitz, Otte blieb Beisitzer zuständig für Rechtsfragen. 1983 wurde er wieder 2. Vorsitzender

1983 hat Reinhard Otte eine Frauengymnastikgruppe für Spielerfrauen und -bräute, Frauen von Vorstandsmitgliedern und Mütter (ca. 25 Frauen) ins Leben gerufen, die einmal wöchentlich in der Turnhalle der Parkschule übten. Da keine Übungsleiterin gefunden wurde, musste er diese Aufgabe übernehmen. Einmal jährlich wurde ein Wochenendausflug ohne Männer, nur mit ihm, gemacht. Leider hat sich die Gruppe 1991 aufgelöst.

Bei den Neuwahlen 1988 stellte sich Otte nur noch als Rechtswart zur Verfügung, da er zwischenzeitlich ab 1986 auch im Interesse des SCO im Kreisfußballausschuss aktiv war. Bis 1989 war er Referent für Frauenfußball und Freizeitsport, danach bis 1996 stellv. Kreisfußballwart und Klassenleiter der B-Klasse.

Die Aufgabe des Rechtswart nahm er als Beisitzer und auch ab 15.03.1996 als Ehrenvorsitzender bis 2008 immer war. Auch bei der Konsolidierung nach der Amtszeit des Vorsitzenden Peter Wagner 1991, als der Schuldenstand wieder auf ca. 210 000,- DM angestiegen war, wirkte er mit. Als Karl-Heinz Rößler 1992 den Vorsitz des SCO übernahm wirkte Otte aktiv mit: das oberste Ziel war, Schulden abzubauen, unabhängig von Stand der 1. Männermannschaft.

1998 war Reinhard Otte Mitgründer des ins Leben gerufenen Förderverein SC Opel 06 Rüsselsheim. Zum 100-jährigen Jubiläum 2006 haben er, Karl-Heinz Rößler und zeitweise auch Gerhard Kraus, ca. zwei Jahre jede Woche zwei, drei Stunden zusammen gesessen und aus den Archiven der Stadt, des Vereins und anderen Sportvereinen, dem Hessischen Fußballverband und den Zeitungen, aber auch durch Gespräche mit Zeitzeugen die Chronik des Vereins erstellt.

Außerhalb des SC Opel
Auch im Sportbund Rüsselsheim, früher Stadtverband für Leibesübung war er im Interesse des SCO von 1971 bis 1990 als Schriftführer aktiv. Er war somit bei der 1971 eingerichteten stationären Jugendverkehrsschule im Ostpark wesendlich beteiligt, die von der Firma. Shell, die Fahrzeuge zum Üben zur Verfügung stellen, als bundesweit hervorragend beurteilt wurde, da sie nicht eingezäunt ist und nachmittags und an Wochenenden Eltern mit Kinder aber auch Migranten zum Üben zur Verfügung steht.

Ab 1996 hat er bis 2003 auf Initiative einer Lehrerin wöchentlich in einer Realschule in Rüsselsheim 2 Std. Verkehrsunterricht im letzten Schuljahr gegeben, um diese Schüler und Schülerinnen auf den Führerschein vorzubereiten, da gerade die Führerschein-anfänger überdurchschnittlich oft an Unfällen beteilig sind. Hessenweit war er für die Landesverkehrswacht die Aktionen “gut sehen” und “Senioren im Straßenverkehr” zuständig.

1996 war er Mitgründer der Generationenhilfe Rüsselsheim und 2000 Mitbegründer der Alzheimer Gesellschaft Rüsselsheim.